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Bau einer 3m Katana von Krill - Teil 6

Gebhard Albrecht

 


27.04.2006

Ich bin einfach nur SPRACHLOS!

Leute Leute, ich bin einfach hin und weg. Ich kann diefolgenden Bilder eigentlich kaum in Worte fassen. Dass ich jemals ein Modell mit einer so supergeilen Lackierung haben würde ist einfach überwältigend.

Ich war heute einmal einmal mehr beim Lackierer, nein, ich sag mal eher schon gleichgesinnter Fliegerkollege und habe mir die Sachen angeschaut.

Ich bin vom Ergebnis einfach nur beeindruckt. Wie hier mit viel Herzblut an die Sache rangegangen worden ist, Roland, einfach nur geil - aber das weißt Du ja selber.

So, hier das Schild an der Tür zum Lackierraum - passend für den Inhalt der gerade gefertigt, nein veredelt wird ;-)



So, hier kocht der Chef die Suppe - der Rest bedarf keines Kommentares, einfach nur geil.



Spinner 24 Karat .



Und das nun fertige Seitenruder mit Karodesign.


So, nun aber zu den HOT-STUFF Sachen....

Wenn man so die Teile anschaut, glaubt man kaum wie lange man davor stehen kann und in dem Design versinken kann. Dieser Tiefenglanz, der 3 D Effekt des Z- Musters auf den Flächen... Leider ist das auf den Bildern nicht sichtbar - aber ich kann mich eigentlich nur wiederholen und weiter schwärmen.

Leute die im nächsten Bild auf das Detail schauen stellen hier etwas fest.
Das Höhenruder ist ja in Hohlkehle ausgeführt. Damit nun das Karodesign beim Drehen des Ruders nicht abreißt, wurde mit enorm viel Aufwand das Design in die Hohlkehle eingearbeitet - der absolute Hammer.




Jetzt kommt das absolute geilste, natürlich die Flächen.

Das Z-Design ist einfach, hmm ich kann es nicht sagen . Hier sind sehr viele verschiedene Farben integriert, leider wie gesagt schlecht zu sehen auf dem Bild (lila, dunkellila, blau, weiß). Man könnte fast meinen das Design ist tatsächlich 3D-real.

Ich lasse jetzt die Bilder einfach mal wirken.






Die Radkappen wurden inzwischen auch montiert. Diese habe ich aber modifiziert. Im Befestigungsbereich wurde eine Art Übergang vor dem Lackieren anlaminiert. Dies hatte folgenden Grund:

Die Radkappen haben unten eine stärkere Rundung im Bereich der Befestigungsschraube. Dass die Radkappe aber gerade sitzt und nachher nicht schräg anliegt, muss das Loch für die Befestigungsschraube weiter oben gebohrt werden. Für meinen Geschmak sind die Radkappen viel zu weit unten angebracht, was mir nicht gefiel. Also habe ich den Übergang gerade laminiert, so dass die Kappen nun schön gerade stehen und die Schraube ziemlich unten ist. Etwas mehr Bodenfreiheit kann hier nicht schaden, und der Übergang gefällt mir optisch auch noch sehr gut, ist aber leider nur sehr schwach auf dem Bild zu erkennen. Ebenso habe ich eigene Radachsen gedreht, die Originale sind zwar verwendbar, jedoch wird beim originalen System der Radschuh sehr labil gelagert.





Die Elektronik ist nun komplett im Flieger, auch die Kabel für die Querruderservos sind nun drin (Durchführung bei den Lipos). Wenn man so in den Flieger reinschaut, sieht man eigentlich so gut wie keine Kabel, lediglich ein Strang direkt ander Powerbox. So gefällt mir das. Ordnung muss sein.



Leute jetzt kommts! Ich habe soeben alles nach Hause geholt und mal an den Flieger gesteckt - Waaaaaaaaaaaaaahhhhnsinn.....

Aber das Beste ist DAS GEWICHT DER LACKIERUNG.

Die komplette Designlackierung incl. Klarlack wiegt auf der linken Seite 98g auf der rechten 106g pro Fläche. Und das bei einer enormen 3m Maschine!

Das ist absolut brachial dieser Wert.
Roland, hast Du da Helium in den Lack gemischt oder wie? Dass das so leicht wird hätte ich nie gedacht.

Das wollte ich hier einfach mal loswerden - unglaublich.






01.05.2006


Der Absturz

Hallo Leute,
noch einmal an alle herzlichen Dank für euer tiefes Mitgefühl. Tja den Kopf nicht hängen lassen ist nicht so leicht, es wird wohl 2006 keine Maschine mehr geben, woher soll auch die ganze Kohle kommen?

Zur Ursache des Schadens:

Als erstes muss ich sagen, dass der Erstflug ohne Probleme verlief.

Abgehoben und gleich in der Luft eine schöne Snap hinterher und in Messerflug rein was will man auch großartig einfliegen so ne Maschine, entweder sie geht oder eben nicht.
Nach ein paar Gewöhnungsminuten habe ich dann mal versucht sie zu hängen, aber oh Hilfe - extremer Leistungsbedarf. Der Knüppel schon fast ganz vorne um sie überhaupt zu halten. Schon am Boden dachte ich irgendwie dreht der Motor nicht so wie ich das mir vorgestellt habe. Es müsste deutlich mehr kommen. Na ja, das Torquen habe ich dann abgebrochen.
Die zweite Sache waren Slip und Messeflug. Hier zog die Maschine gewaltig nach unten und es bedurfte sehr viel Seitenruder um sie überhaupt zu halten, was mich bei dem sehr langen Hebel doch extrem verwunderte. Also Slip und Messerflug waren nicht schön zufliegen, fragt aber nicht nach dem Grund.

Dann zweiter Flug, ein paar Gerissene, Somenzini Rolle, Überschläge ging hervorragend geil und dann der Harrier, der letztendlich zum Tode führte.
Für die ersten Versuche kam sie ganz gut runter, ein leichtes Wippen, aber das steuert man aus bevor sie zu wippen beginnt. Ich habe das ein paar mal versucht und bin dann erst in ca. 10m Höhe rumgeharrierd. Je langsamer sie wurde, umso giftiger wurde sie, aber das stellte kein Problem da ich das vom Steuern her dauernd mit der Su gemacht hatte. Jedenfalls begann die Maschine je langsamer sie wurde, links abzudriften/ kippen. Durch Gegensteuern war es dann wieder ok, dann wieder einsehr sehr heftiges linkes abkippen usw. Letztendlich ist sie in so eine Art positiven Spiralflug gesackt. Sofort beim Kippen habe ich gemerkt dass das gefährlich wird. Also Vollgas rein und was geht dagegensteuern. Ich hatte jedoch keine Chance mehr, die Maschine war aus dem absackenden Spiralflug in dieser Höhe nicht mehr heraus zu bekommen und schlug ein.
Hier kommt jetzt wieder die Schubsache die ich vorhin schon angedeutet habe. Normalerweise müsste der Motor in dieser Kombination deutlich mehr Leistung abgegebn, leider fehlte mir diese genau im Moment als ich sie brauchte. Der Motor konnte das Modell nicht mehr nach oben weg ziehen und sie sackte durch. Das wars dann. Randbogen am Boden eingehakt, daraufhin kam ein gewaltiges Drehmoment von der Flugbewegung in den Rumpf, der daraufhin abknickte. Beide Flächen ziemlich außen geknickt - Schrott. Einzig Höhenruder und Seitenruder haben überlebt.

Eine solche Situation stellte für mich mit anderen Modellen nie ein Problem dar. Hier fehlte es brachial an Leistung. Auch die Slip- und Messerflugeigenschaften mit dem nach unten ziehen sind mir ein Rätsel.

Nach langer Ursachenforschung ist das Rätsel nun gelöst:
Der Propeller war die maßgebliche Absturzursache. Ich hätte das nie geglaubt, wenn ich es nicht selbst gemerkt hätte.

Ich hatte den 28,5x12 Mejzlik3 Blatt (s) also die neue Sichelform montiert, nochmals anders als die N Version. Nach Aussage von Erwin Baumgartner und anderen Piloten zieht der keine Wurst vom Teller und das war auch so. Dafür war er extrem leise. Ich werde nun wie viele von meinem Kollegen und wie ich auch schon oft auf dem EAC gesehen habe die 28x12 3 Blatt Mejzlik mit normalem Blatt ordern, diese ist zwar eigentlich etwas zu klein für 150ccm Motoren da sie über 6000 dreht, entwickelt aber dank dem breiteren Blatt und auch wegen der höheren Drehzahl super Schub. Und selbst bei 6000 U/min noch extrem leise. Ich wollte halt mal den neuen 28,5 Sichelform testen, na ja wie alle anderen auch gesagt haben - der taugt überhaupt nichts!! Aus dem Stand schaufelt er praktisch leer, die 28x12 normal Blatt ist um Welten besser. Hätt ich das nur vorhin gewusst mit dem Sichelpropeller.

Ebenso habe ich auch nicht das Maximum aus dem BMBs rausgeholt, die Krümmer werden noch um ca 3cm gekürzt, was nach Aussage von Randolph Brömer nochmals ordentlich Leistungen bringen wird. Der Motor wird demnächst einige Liter auf dem Prüfstand verbringen. Denn eine 3m Maschine mit ca. 18kg muss mit nem 150er richtig gut gehen. Und das wird die dann auch, da binn ich mir sicher .



 

Nützliches:

 

In der Rubrik Praxis findet sich allerlei Nützliches für den ambitionierten Modellbauer, wie z.B.:

 

Eine Anleitung zum Ski selber bauen.

 

Wie man Akkus inline verlötet.

 

Ein Baubericht einer Katana der Fa. Krill mit 3m Spannweite.

 

Der Bau eines Werkzeugständers für Dremel-Werkzeuge

 

Ein Vorschlag für eine Lipo-Heizbox

 

 

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