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Bau einer 3m Katana von Krill - Teil 3

Gebhard Albrecht

 


14.02.2006

Um mal etwas Pause mit CFK laminieren zu haben, habe ich mich nun an den Sensor Schalter der PowerBox Competition gemacht. Davor habe ich mich sehr lange gedrückt, denn der Einbau wie ich es will, ist sehr aufwändig aber es lohnt allemal. Der Sensorschalter ist ja recht und gut, aber leider "saugroß" in meinen Augen, den kann man nicht einfach außen am Modell hinschrauben! Wie schaut denn das aus?

Kurz gesagt gilt hier das selbe wie schon bei meiner 3m SU31. Ich werde den Sensorschalter komplett im Rumpf einlassen, so dass nur die Tasten zu sehen sind.

Als erstes habe ich einen Rahmen aus Sperrholz gefertigt und die Kontur des Schalters in den Rahmen gefräst, so dass er fast eben war. Die Konturausfräsung ist deshalb nötig, weil das GFK-Herex-Sandwich am Rumpf für eine komplette Versenkung zu dünn wäre. Der Schalter wird mit dem Rahmen verklebt und in den Rumpf eingesetzt. Das Schaltergehäuse ist fest im Rumpf installiert und nach dem Einharzen des Rahmens nicht mehr rauszubringen. Kein Problem, denn das Gehäuse des Schalters lässt sich hinten öffnen und der elektronische Schalter kann somit ein oder ausgebaut werden.




Nach dem der Rahmen fest verharzt war, hieß es nun die Außenseite zu verputzen. Das Gehäuse ist ca 1mm tiefer als die Rumpfaußenseite. Die komplette Öffnung habe ich mit einem Harzgemisch zugespachtelt ud anschließend schon glatt und eben geschliffen. Danach kommt die richtige Scheißarbeit, nämlich die Löcher wieder zu bohren.


Hier mussten die Bohrungen sehr genau angezeichnet werden, da ich nur 0,2mm Spiel geben will.


Um die Tasten des Schalters besser bedienen zu können, wurden die Bohrungen angesenkt. Dies sollte aber NICHT mit einem normalen Senker geschehen, der sich richtig ins GFK beißen würde. Stattdessen habe ich einen Dremel Schleifer genommen und diesen 130° angespitzt. Ddamit lassen sich perfekte Senkungen herstellen.

Das Ergebnis, wie es nach dem Lackieren aussieht, seht ihr hier an meiner alten SU. Dort hatte ich den gleichen Schalter verbaut.

 

 

20.02.2006

 

Als nächstes habe ich einmal das Höhenruder und das Seitenruder komplett angesteckt. Die Ausmaße sind einfach gigantisch! Meine 3m Su31 sieht dagegen richtig klein aus. Die Katty kommt richtig bullig rüber wenn das Zeugs dran ist.

Jedenfalls ist mir bei den Höhenrudern im Vergleich zu meinen ersten Höhenrudern etwas sehr erfreuliches aufgefallen. Normalerweise wurden die Servos wie bei der Fläche durch einen Deckel im Leitwerk eingesetzt und verschraubt, leider eben optisch nicht ideal, aber das war aber einmal.

Bei den neuen Leitwerken ist oben und unten komplett alles dicht.

Hier werden die Servos durch die Wurzelrippe eingesetzt und innen in einer Sperrholzrippe verschraubt - also im Grunde gleich wie bei C-ARF. Es ist dann kein Deckel mehr zu sehen, sondern nur ein Langloch für den Servohebel...

Mein Lob an Krill, das gefällt mir so nun sehr gut.






Inzwischen habe ich die beiden Halter für die 70er XL BMBs hergestellt. Diese werden dann mit dem Herexspant vom Fahrwerk verschraubt.
Na, jedenfalls waren diese beiden Haltespanten eine richtge Fuselarbeit, die kleinen Schlitze für den Silikonschlauch zögerten die Arbeit ganz schön hinaus. Naja, Selbermachen mit Schlüsslefeile dauert eben länger.
Schon obligatorisch bei mir.... natürlich wieder CFK beschichtet. Als Kernmaterial dient hier 3mm Balsaholz.



22.02.2006

 

Endlich sind meine Krümmer komplett und der Dämpfereinbau konnte beendet werden.
Die Krümmer sind Maßanfertigungen von Krumscheid! Hierbei mal ein ganz großes Lob an Herr Krumscheid, die Krümmer sind einfach Top verabeitet und die Maße passen einfach wie gewünscht.

Ich wollte dass beide Krümmer / Dämpfer mittig im Rumpf liegen. Nicht versetzt durch den Seitenzug des Motors oder um das Maß um welches der Motor wegen dem Seitenzug versetzt ist.

Also wurden die Krümmer mit unterschiedlich schräg angesetztem Flansch bestellt, somit verlaufen beide Krümmer genau symmetrisch im Rumpf. Ebenfalls um die Dämpfer gerade einzubauen, wurde der Flansch um 3°, also dem Seitenzug, verdreht angebracht so dass ich wieder im rechten Winkel in den Rumpf komme.


Sobald der Bau bis auf das Finish fertig gestellt ist, werden die Krümmer aber noch verchromt! Es soll ja alles schön glänzen. Und kosten tut es mich auch nichts, von daher mach ich das einfach mal .

Hier nun die schon in der letzten Erweiterung gezeigten Haltespanten für die BMBs, diese wurden am Herexspant vom Fahrwerk verschraubt. Die BMBs lassen sich wenn der Motor weg ist von vorne durch den ausgesparten Motordomspanten einschieben. Oder eben die Schrauben lösen und dann von hinten mit den Haltern einfahren, wie man eben will.



So, die Dämpfer sind nun komplett drin, endlich! Langsam schaut es in dem Rumpf nach was aus.





25.02.2006

 

Die letzten Tage ging nicht wirklich viel. Ich habe mehrere Kleinkramarbeiten erledigt, von denen ich hier aber nicht berichten werde. Dazu gehören Ruderhörner einkleben, Motorhaubenverschraubung machen, Lufteinlässe fräsen...

05.03.2006

 

Der Befestigung der Kabinenhaube ist nun auch fertig gestellt. Die Kabinenhaube ist 6-fach verschraubt und des weitern mit 2 GFK-Klemmen gesichert. 4 Schrauben sind im Rumpfbereich, die anderen 2 Schrauben verbinden die Motorhaube mit der Kabinenhaube. Diese Schrauben sind von außen nicht zu sehen, denn sie werden durch die Kühlöffnungen geschraubt.

Bei den die 4 Schrauben welche sich an der Rumpfseitenwand befinden musste ich etwas umbauen weil ich hier zu immer M3 Inbusschrauben nehme. Diese versenke ich aus optischen Gründen immer komplett. Vom Hersteller wurden bereits Holzeinsätze an den vorgesehenen Stellen eingeklebt. Diese reichten so aber nicht aus um die Schrauben komplett zu versenken, was Krill auch so explizit nicht vorgesehen hat.
Kein Problem. Ich habe einfach an den entsprechenen Stellen mit CFK beschichteten Holzplatten aufgedickt, so dass ich nun genügend Material habe um die Schrauben komplett verschwinden zu lassen. Des Weitern sieht Krill eigentlich nur 4 Verschraubungen vor und den Rest mit GFK Klemmen. Da ich aber bei einer solch langen Haube lieber 2 Schrauben mehr habe verwendete ich einfach 6. An den Stellen habe ich auch wieder Holzgegenlager eingeklebt.

Dafür gibt es jetzt aber ein kleines Problem.
An den Punkten an denen ich eine weitere Verschraubung erstellte, war nur das Herex Sandwich. Zieht man hier nun die Schrauben an, staucht man das Sandwich was einfach potthässlich ausschaut.
Kurzerhand habe ich mit einem 10er Forstnerbohrer das Herex Sandwich entfernt und mit einer Harz/ Baumwollflocken Mischung aufgefüllt und verschliffen (dunkle Stelle auf dem Bild). Jetzt staucht nichts mehr und man kann die Schrauben herzhaft anziehen.

Der Rumpf ist nun eigentlich bis auf die Bohrungen für die Flächen fertig gestellt, noch ein paar Öffnungen in die Motorhaube fräsen für Abluft, dann wird alles gespachtelt, die geschliffenen Stellen wie vom Schalter und Kabinenhaubenbefestigung weiß angenebelt und bald wirds lackiert.


11.03.2006

 

Hier nun noch ein Bild von der angesprochenen Motorhaubenbefestigung im vorderen Bereich, hier wird die Haube mit der Motorhaube durch die Kühlöffnungen verschraubt. Natürlich habe ich wieder überschüssiges Material weg gefräst. Leider sieht man die Bohrungen für die Schrauben auf dem Bild nur sehr schlecht.



Nun ein paar Bilder von den ganzen Öffnungen.







Die Motorhaube habe ich nachträglich noch mehr ausgespart, lieber etwas mehr, denn dem Treibling soll es ja unter der Haube nicht zu warm werden.


Ich habe noch schnell mal den Rumpf komplett bei Tag abgelichtet. Diesesmal ein Foto mit dem Autor des Bauberichtes, also kurz gesagt mit mir . Einige Katanisten kennen mich ja schon. Jupp, ihr seht richtig - bin noch ein etwas jüngerer im zarten Alter von 20 Jahren.

Hätte mir vor 3-4 Jahren jemand gesagt dass ich mal solche Maschinen baue und geschweige denn fliege, den hätte ich wohl ausgelacht! Warten wir mal ab wie das wohl weitergeht mit meinen Modellen.

Nun ist alles bis auf die Flächen und Höhenleitwerke grundiert, nassgesschliffen und eigentlich soweit fertig fürs "lacken". Ich möche die Sachen Anfang nächster Woche dann zum Lackieren bringen. Die Flächen und Leitwerke kommen erst etwas später.

18.03.2006

 

Da dies hier ein Baubericht ist, möchte ich auch unerfreuliche Sachen nicht verschweigen. Beim Nassschleifen bin ich teilweise fast ausgerastet. Grund war folgender:

Beim Schleifen sind, wie soll ich sagen, einige Luftblasen und Ecken in Kabinenhauben und Motorhaubenbereich aufgeplatzt und eingerissen. Diese sah man vorhin alle nicht, da sie durch die weiße Gelcoat Schicht verdeckt waren. Kommt man aber an diese nicht sichtbaren Lunkerstellen hin platzt alles ab. Man stelle sich vor wenn das nach dem Finish mal passiert!

Das Problem war aber nur im Kabinen- und Motorhaubenbereich zu finden, sonst war alles gut. Ich möchte aber anmerken, dass die Leute die eine weiße Katana haben und sie selber lackieren möchten, darauf achten sollten niemals die weiße Gelcaotschicht weg zu schleifen. Denn dann sind Lunker ohne Ende drin, die man mit spachteln fast nicht mehr heraus bekommt. Dies ist mir an der Stelle an der ich den Sensorschalter versenkt habe passiert und ich musste teilweise 2-3 mal grundieren und zwischenschleifen bis das wieder gepasst hat. Also hier mit sehr viel Vorsicht rangehen!

Gott sei Dank bin ich nun mit dieser scheiß Schleiferei fertig. Das ist das was ich am wenigsten mag - die Vorbereitungen fürs Finish, aber selbiges soll ja auch perfekt werden.



 

Nützliches:

 

In der Rubrik Praxis findet sich allerlei Nützliches für den ambitionierten Modellbauer, wie z.B.:

 

Eine Anleitung zum Ski selber bauen.

 

Wie man Akkus inline verlötet.

 

Ein Baubericht einer Katana der Fa. Krill mit 3m Spannweite.

 

Der Bau eines Werkzeugständers für Dremel-Werkzeuge

 

Ein Vorschlag für eine Lipo-Heizbox

 

 

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Viel Spaß beim Surfen.

 

 
 

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