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Bau einer 3m Katana von Krill - Teil 2

Gebhard Albrecht

 


19.01.2006

Schönen guten Abend,

die letzten Stunden habe ich mit der Herstellung und der Temperung des hinteren Haltespantes für die Tanks verbracht. Nun ist er fertig und natürlich gleich abgelichtet worden ;-)

So sieht er aus.


Als Tank kommen 2 Stück ( Smoker und Benzin) 1L Schweppes Flaschen mit einem Füllvolumen von 1075ml (immerhin etwas mehr als 1L) zum Einsatz. Die Form der Flaschen ist einfach genial, da sie über die ganze Länge keine Einschnürung haben.

Die Tanks sind nicht die leichtesten, je Flasche 60g. Ich hätte auch noch leichtere aber leider nicht mit einer so guten Form. Des weiteren habe ich hier die etwas schwereren bevorzugt weil die leichten die ich habe (39g) sehr labil sind. Bei Tests stellte sich heraus das diese auch sehr Wärmeempfindlich sind und sich sehr schnell verformen. Da die Tanks nicht weit vom Auspuff liegen, habe ich dann doch lieber die stärkeren verwendet. Es würde vermutlich mit den anderen auch gehen, jedoch mag ich es nicht immer ein ungutes Gefühl im Hinterkopf zu haben. Und mal ehrlich, die paar g reissen es auch nicht mehr heraus.

Der Spant wurde dieses Mal aus 3mm Balssperrholz hergestellt und mit meinem Standardkohle-Gewebe beschichtet, was ihn enorm steif auf die Länge macht.
Für eine größere Auflagefläche habe ich dann noch zusätzlich aus 1 mm Birkensperrholz Ringe im passenden Durchmesser eingesetzt, somit reibt sich nirgends etwas ab.
Eines muss ich noch erwähnen. Die Ringe habe ich erst mit CFK-Rowings einharzen wollen - aber die Optik aus schwarzer Kohlefaser und einer weißen Harzfuge gefällt mir viel besser vom Kontrast her .
Ja, ihr werdet denken der spinnt doch, zumal die Rowings auch noch etwas leichter wären. Aber Optik ist Optik, da kann man nicht darüber streiten.
Also habe ich wieder einmal eine hauchdünne Fuge mit einem Harz-Baumwollflocken-Gemisch gefüllt und sauberst verarbeitet. Arbeitsdauer ca 1,5 Stunden - dafür sind die Fugen mal wieder perfekt und mir gefällt es einfach.

So soll der Spant reinkommen, nur mal reingestellt und noch nicht verklebt, wird aber im Laufe der Nacht noch geschehen...



24.01.2006

 

Und hier ein kleiner Vorgeschmack was ich in nächste Zeit machen werde.


Motor DA 150 und BMBs 70er XL, damit sollte die Kiste gut Dampf haben .

Sobald der Motor eingebaut ist, kann ich die vordere Tankhalterung erstellen, dies geschieht jedoch erst gegen Bauende, da ich den Dämpferhalter in den vorderen Tankspant integrieren will. Aber dazu sollte erst einmal der Motor und Dämpfer eingebaut sein ;-)

Ich wollte den Motor eigentlich auf dem bekannten Richter Schwinggummisystem lagern, leider stellt sich das bei der 3m Katana als unmöglich dar, zumindest in Verbindung mit dem DA 150. Da hier viel zu wenig Platz nach vorne ist um etwas flexiblel zu sein, ich habe den Motorspant von Krill schon zurücksetzten lassen, was aber immer noch nicht ausgereicht hat. An der 2,6m Katana ist dies viel besser gelöst, denn hier ist mehr als genügend Platz vorhanden.

Den Motor werde ich nun etwas anders aber dennoch elastisch aufhängen. Vorbild dafür ist meine 3m SU31 ebenfalls mit DA150. Desweiteren wird die gewählte Methode auch noch leichter und wesentlich Platzsparender werden als das alternative System.

10.02.2006

 

Um den Motor einbauen zu können wurde zuerst einmal die Motorhaube bearbeitet, soll heißen, dass die ganzen Offnungen für Kühlluft und Spinner ausgearbeitet wurden. Leider ist diese Motorhaube nicht wie bei der ersten Katana in CFK erstellt sondern "nur" in GFK und war mir irgendwie zu "lommelig". Ich möchte meine Teile jedoch schon richtig anfassen können und außerdeml soll sie auch resistenter gegen Aufschwingen sein. Also verpasste ich der Motorhaube kurzer Hand ein bisselchen HEREX Sandwich. Das Sandwich bringt ein Mehrgewicht von 12g, die ich aber auf Grund der viel höheren Steifigkeit der Motorhaube gerne in Kauf nehme.



Nun ging es an das Herstellen der Motorplatte. Nach langen und vielen Zeichnungen stand die Konstruktion endlich fest und es ging wieder ans CNC Sägen, CNC schleifen und CNC feilen .
Die Motorplatte ist aus 8-fach verleimten 4mm-Sperrholz hergestellt und zusätzlich auf jeder Seite mit 3 Lagen 200g CFK Gewebe laminiert und im Ofen getempert. Hier ist mir etwas sehr angenehmes aufgefallen, was ich so nicht wusste: Das 200g Gewebe ist im Vergleich zum 160er feiner gewebt, was mir als absolutem Optikfreak natürlich sehr gefällt.

Jetzt kommts, die Platte wiegt fix und fertig 78g!!! Im Grunde ist sie aber leichter als Luft . Wieso??? Gleich werdet ihr STAUNEN!!!!! Auflösung weiter unten.


Hier erst einmal die Motorplatte von hinten gesehen, hier habe ich noch Holzscheiben aufgesetzt die mit 3° also dem Seitenzug angeschrägt sind. Wieso??? Ganz einfach.
Die Motorhalterung ist im Grunde so konstruiert wie die Kollegen bei der 2,6m Versin es gemacht haben - (Gruß an Peter und Frank). Ach ja, noch mals herzlichen Dank Peter das du mir die Alubolzen so schön gefräst hast. Hast was gut bei mir.
Jedenfalls sind die Motorbefestigungsschrauben komplett durchgehend durch die Alubolzen, so wollte ich das auch, da ich einem Alugewinde nicht traue. Die Motorschrauben kommen ebenfalls mit dem 3° Seitenzug hinten aus der Platte raus. Um hier nun eine Planfläche für Unterlegscheibe und Mutter zu haben, sind Scheiben mit ebenfalls 3° Schräge nur in die andere Riochtung aufgeleimt, somit habe ich wieder eine rechtwinklige Auflage.


Hier ist der Motor nun komplett auf der Platte montiert. Der Seitenzug ist in den Alubolzen gleich eingearbeitet.



Hier kommt nun auch die Auflösung mit meiner Motorplatte bezüglich Leichter als Luft.

Da ich nun die Motorpaltte gefertigt habe, dachte ich, die kannst nicht nur so auf die Grundplatte drauf schrauben, nein das geht nicht, da kann man sicher noch an Gewicht sparen. Also, Zirkel, Bleistift und Lineal ausgepackt und gezeichnet.
Leute ich kann euch sagen, bis ich die Sache ausgefräst und geschliffen habe - uff das war `ne Schufterei - boah. Soviel Staub habe ich schon lange nicht mehr produziert.
Das Resultat nach ca. 3 Stunden harter Arbeit hat mir sehr gefallen und war auf alle Fälle lohnenswert. Ich hab den originalen Holzspant ordentlich erleichtert. Zu meinem Erstaunen besteht dieser aus 8mm Sperrholz, also ließ sich hier relativ einfach Gewicht reduzieren, genau wie ich das will. Ich habe dann eigentlich nur das Nötigste ausgesägt, auch so das ich unten gleich eine Öffnung für die Krümmerdurchführung hatte. Die Stabilität ist dank des 8mm Holzspantes und der von innen angebrachten Kevlarlage mehr als ausreichend. Alles ist enorm steif, da gibt nichts nach!


Schaut mal auf die Waage was ich alles weggenommen habe - satte 126g. Also kommt mich der Einbau der schwingenden Aufhängung leichter als wenn ich den Motor starr dran schraube.



Nun zu dem Schwingsystem !

Hier konnte ich das Richter Sytem auf Grund von Platzmangel nicht unterbringen und ehrlich gesagt es war mit mit ca 115g auch viel zu schwer. Also habe ich mich an meiner SU31 orientiert und ein anderes System aufgebaut.
3W heißt hier das System, es sind nur Gummis ohne einvulkanisiertes Gewinde und ohne Alubeschläge, Gewicht zuammen 28g. Man merke, auch hier gut 90g wieder im Vergleich zu dem anderen System gespart.

Die Gummis werden einfach in eine Bohrung gesteckt und durch anziehen der Schrauben beliebig vorgespannt, das System funktioniert sehr gut, an meiner SU31 ebenfalls mit DA150 hat es mich überzeugt.
Es ist ebenfalls nur ein System das die hochfrquenten Schwingungsamplituden dämpft, im Grunde wie das Richtersystem, nur eben leichter und man braucht dafür deutlich weniger Platz. So konnte ich nun den Motor Gott sei Dank schwingend lagern - das aber auch nur weil ich den Holzspant von Krill 2cm zurück versetzen haben lasse. Ansonsten hätte man absolut keinen Spielraum und könnte den Motor nur starr montieren. Es wäre vielleicht überlegenswert für den Hersteller hier den Spant generell weiter nach hinten zu versetzen. Das Problem betrifft aber nur die 3m Katty, bei der 2,6er ist reichlich Platz vorhanden.


Hier sind die Gummidämpfer eingebaut zu sehen, die Bohrung für die Gummis haben ca 1mm Übermaß. Unten habe ich kleinere Unterlegscheiben mal angebracht, vielleicht sieht man die Sache dann etwas besser. Viel mehr zu beschreiben gibt es hier nicht, ich denke die Bilder von dem Schwingsystem sind selbsterklärend. Die Gummis habe ich direkt bei 3W geordert, sie sind nirgends im Programm zu finden, man muss direkt danach fragen. Ich habe meine auf der Messe in Friedrichshafen direkt bei 3W mitgenommen, habe aber auch schon welche direkt bei 3W nachbestellt.

Zum Abschluss für Heute noch ein paar Bilder vom kompletten Motoreinbau.


Hier die Ansicht von unten, dank der Aussparung der Holzplatte genug Platz für die Krümmer, es kann aber auch sein, dass ich hier noch etwas anpassen muss. Die Krümmer (Spezialanfertigungen) kommen eventuell Morgen.


Diese Ansicht von innen zeigt dass alles schön zugänglich und übersichtlich ist - das gefällt mir. Dieser Anblick entschädigt dann auch für die mühsame Arbeit.


Und noch einmal, komplett mit Motorhaube.


13.02.2006

 

In der Zwischenzeit habe ich mich eben an den vorderen Tankspant gemacht, diesen konnte ich gleich fertig erstellen, da ich die Spanten für die Dämpfer mit dem vorderen Tankspant verschrauben werde.

Der Spant wurde wieder aus sehr leichtem Pappel hergestellt, damit er wieder die nötige Festigkeit und Steifigkeit erhält und wie immer natürlich CFK beschichtet, aber das kennt ihr ja bereits. So wiegt der komplett fertige Spant (richtig niedlich geworden) 20g.


Hier nun schon im Rumpf eingeharzt und die Flaschen probehalber eingesteckt. Sie werden vorne mit einem Gummi oder einem Kabelbinder gesichert. Fehlen nur noch die edlen Richtertankverschlüsse.



 

Nützliches:

 

In der Rubrik Praxis findet sich allerlei Nützliches für den ambitionierten Modellbauer, wie z.B.:

 

Eine Anleitung zum Ski selber bauen.

 

Wie man Akkus inline verlötet.

 

Ein Baubericht einer Katana der Fa. Krill mit 3m Spannweite.

 

Der Bau eines Werkzeugständers für Dremel-Werkzeuge

 

Ein Vorschlag für eine Lipo-Heizbox

 

 

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